Im Dornenwall
Versuchst dein Leben auszufĂŒllen
Verbissen auf der Jagd nach GlĂŒck
Konsumiert in kleiner Dosis
Bleibt schal sein Nachgeschmack zurĂŒck
GlĂŒck verhĂ€lt sich oft bedeckt
Ganz unscheinbar und gut getarnt
In einem Dornenwall versteckt
Greifst du danach, beiĂt es nach dir
Kannst es nicht greifen
Dein Blut das kleine GlĂŒck befleckt
Wenn Dornen dir ins Fleische bohren
Sein Glanz verblasst vor Schmutz und Dreck
Sie lÀsst dich taumeln, drogenschwanger
Die Leere deiner Existenz
Wenn dir bewusst wird, was verkrĂŒppelt -
Der hohlen HĂŒlle Lebenshauch
Versuche deinen Weg zu gehen
Wohin er dich auch fĂŒhren mag
Denn am Ende jeder Reise
Erwartet dich ein frisches Grab
Und auf dem Weg bis hin zum Ziel
VergrÀbst du dich im Dornenwall
Der tief in dir, im Fleisch verborgen
Entfaltet wirr sein Wurzelwerk
Jeder weitŽre Tag bringt nÀher
Das, was du verdrÀngen willst
Bei jeder Stunde, die noch bleibt
Im Hintergrund das Ende grinst
Frohe Zeit, verblasste Schönheit
Formt dir die ZĂŒge, Jahr fĂŒr Jahr
Und bald wird gÀnzlich nebensÀchlich
Das, was zuvor wichtig war
GenieĂe es, dein einfach Leben
Das einzige, was dir geschenkt
Denn wenn der Wall dich zugewuchert
Nur eine Frage dich bedrÀngt:
Wozu leiden, wozu leben -
Wenn einzig⊠sterben -
Jede Antwort dir kann geben?
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